Notizen aus Japan

Japan – du nervst! Teil 2

Aktuell geht mir die Sprachschule ziemlich auf die Nerven. Vor ein paar Wochen bin ich extra zur Einwanderungsbehörde gegangen, um meine Situation nach Kursende zu klären. Mein Sprachkurs endet am 19.06.2026, mein Visum läuft anschließend noch etwa einen Monat weiter, bis zum 18.07.2026. Danach verliere ich meinen Aufenthaltsstatus.

Bei der Behörde bekam ich damals eine recht klare Auskunft: Nach dem Ende des Sprachkurses sei eine Umwandlung auf einen touristischen Aufenthaltsstatus möglich. Für mich klang das nachvollziehbar. Rückflugticket, Reisepläne und alle nötigen Unterlagen liegen schließlich bereits vor.

Am Montag saß ich dann gemeinsam mit Caelan und einem weiteren Klassenkameraden bei einem Gespräch mit einer englischsprachigen Lehrkraft. Die Schule möchte nun die Rückflugtickets sehen. Das kann ich sogar verstehen. Sie wollen sich absichern und sicherstellen, dass niemand nach Kursende einfach verschwindet.

Was mich allerdings stört, ist die Art der Kommunikation.

Einerseits wird ständig betont, dass man den Schülern „empfiehlt“, innerhalb eines Monats auszureisen. Andererseits bekommt man kaum konkrete Unterstützung oder klare Informationen. Stattdessen entstehen immer neue Unsicherheiten. Wenn eine Empfehlung nur eine Empfehlung ist, dann sollte sie auch als solche kommuniziert werden. Wenn mehr dahintersteckt, dann bitte offen und eindeutig.

Heute Abend kam dann die nächste Überraschung: eine E-Mail mit der Mitteilung, dass mein Zeitplan bestätigt wurde.

Und jetzt frage ich mich: Was denn nun?

Ist die Schule mit meinem geplanten Aufenthalt von meinen paar zusätzlichen Tagen unzufrieden oder nicht? Besteht tatsächlich ein Problem oder existiert gar keines? Die Signale kommen aus allen Richtungen und passen einfach nicht zusammen. Genau diese Widersprüchlichkeit nervt mich momentan am meisten. Nicht die Regeln. Nicht die Bürokratie. Sondern die schwammigen Aussagen. Ein klares Ja oder Nein würde völlig ausreichen.

Stattdessen bleibt das Gefühl zurück, ständig zwischen verschiedenen Informationen zu stehen und selbst herausfinden zu müssen, welche davon überhaupt relevant ist.

Ich, für meinen Teil, begebe mich diese Woche jedenfalls nochmal zur Einwanderungsbehörde. Einfach, um mich auch abzusichern.

2 Kommentare

  1. Dana

    Wie doof!! Konntest du es denn jetzt noch mal absichern?

    • Yonella

      Ehrlich gesagt habe ich es letzte Woche gelassen, da ich Ende der Woche da so oder so hin gehe xD

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